BEVÖLKERUNG

Die Türkei hat etwa 68,1 Millionen Einwohner (2003); dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von 87 Einwohnern je Quadratkilometer. Die am dichtesten besiedelten Gebiete sind der Großraum Istanbul und die Küstenregionen. Die mittlere Lebenserwartung der Bevölkerung liegt bei 71,8 Jahren (2003). Die jährliche Bevölkerungszunahme beträgt rund 1,16 Prozent im Jahr (2003).

Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung sind Türken. Darüber hinaus leben etwa 20 Prozent Kurden sowie Angehörige zahlreicher kleinerer Gruppen wie Araber, Griechen, Armenier und Tscherkessen in der Türkei. Die Angehörigen dieser ethnischen Gruppen haben ihre kulturelle Identität größtenteils bewahrt.

Das Gebiet der heutigen Türkei war die Heimat ethnisch und kulturell unterschiedlicher Volksgruppen, angefangen von den Hethitern, Phrygern und Assyrern bis zu den Griechen, Persern, Römern und Arabern (siehe Kleinasien). Die nomadischen Vorfahren der heutigen Türken kamen im 11. Jahrhundert n. Chr. aus Zentralasien, eroberten arabische Gebiete und das Byzantinische Reich und setzten sich als Herrscher ein. Sie verbreiteten bei der ansässigen Bevölkerung die türkische Sprache und Kultur, die auch zum Instrument der Verbreitung des Islam in einer vom Christentum geprägten Region werden sollten.

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