Geographie

Die Türkei kann in sieben Landschaftsräume untergliedert werden: Thrakien und die an das Marmarameer angrenzenden Gebiete, die Regionen am Ägäischen Meer und am Mittelmeer, das Gebiet am Schwarzen Meer, Westanatolien, das inneranatolische Hochland, das Gebirgsland im Osten des Landes und Südostanatolien.

Felslandschaft in Anatolien
Im inneren von Anatolien treten vereinzelt bizarr geformte Felslandschaften auf.

 

Thrakien und die Gebiete am Marmarameer werden im Landesinneren von einem flachwelligen Hügelland eingenommen. Es ist fruchtbar und wird von zahlreichen Wasserläufen durchzogen. Trotzdem wird nur etwa ein Viertel der Region als Ackerland genutzt. Im Ostteil dieses Gebiets erhebt sich der Uludağ (in der Antike Mysischer oder Bithyrischer Olymp) bis 2 543 Meter. Von den schmalen und hügeligen Küstengebieten am Ägäischen Meer und am Mittelmeer wird nur rund ein Fünftel als Ackerland bewirtschaftet. Im Osten davon, in der Ebene Çukurova, liegt das größte Baumwollanbaugebiet der Türkei. Diese Region ist mit dem Landesinneren durch die Kilikische Pforte (Külek Boğazı) im Taurus verbunden.

Ararat (Agri Dagi)
Nach dem Alten Testament landete Noah mit seiner Arche auf einem der beiden Gipfel des Ararat. Der ganzjährig schneebedeckte Große Ararat ist mit 5 165 Meter Höhe der höchste Berg der Türkei.

 

Die anatolische Küstenregion ist überwiegend schmal; sie erhebt sich direkt von der Schwarzmeerküste zum Pontischen Gebirge. Auf Grund der steilen Berghänge werden nur etwa 16 Prozent des Gebiets ackerbaulich genutzt. Westanatolien besteht aus unregelmäßig verlaufenden Bergzügen und tiefen Taleinschnitten, die die stark gegliederte ägäische Küste vom Hochland Inneranatoliens trennen; nur knapp ein Fünftel des Landes ist hier für den Ackerbau geeignet. Das inneranatolische Hochland mit der Hauptstadt Ankara liegt durchschnittlich um 1 000 Meter hoch und ist die geographisch größte Region der Türkei. Das Hochland ist vollständig von Gebirgen umschlossen. Höchster Gipfel des inneranatolischen Hochlandes ist der Erciyes Dağı mit 3 916 Metern.

Kalksinterterrassen von Pamukkale

Die Kalksinterterrassen von Pamukkale zählen zu den landschaftlichen Attraktionen des westlichen Anatolien. Die heilende Wirkung der hier austretenden Quellen war schon in der Antike bekannt.

 

Im Hochgebirgsland im Osten der Türkei vereinigen sich die östlichen Ausläufer von Pontischem Gebirge und Taurus. Dieses ostanatolische Hochland ist die unzugänglichste Gegend der Türkei. Hier liegt der Berg Ararat (Ağrı Dağı), an dem nach der Bibel die Arche Noah landete, und der mit 5 165 Metern der höchste Berg der Türkei ist. In diesem Gebiet entspringen auch die beiden Flüsse Tigris (Dicle) und Euphrat (Fırat). Der Südosten Anatoliens wird von einem flachwelligen Plateau eingenommen, das im Norden, Osten und Westen von Bergen umgeben ist. Diese Gegend ist Teil des Fruchtbaren Halbmondes und seit der Antike von großer Bedeutung für die Landwirtschaft.

Kultstätte am Nemrut dagi
Am Fuß eines künstlich aufgeschütteten Schuttkegels am Nemrut Dağgıi befindet sich eine Kultstätte mit thronenden Statuen aus späthellenistischer Zeit. Die Figuren symbolisieren Götter und Könige.

 

Ephesos
Die westanatolische Stadt Ephesos wurde von den Griechen gegründet und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Handelsplatz. Von der antiken Stadt sind heute u. a. das Theater und der Artemistempel erhalten.

 

 

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